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Warum haben Hunde keine Popel?

Der Mensch gehört zu den Primaten, das ist weithin bekannt. Aber wussten Sie, dass Sie einTrockennasenprimat sind? Dass wir zu dieser Unterordnung gehören, können wir gelegentlich spüren.Immer dann nämlich, wenn ein kleines Stück trocken gewordenes Sekret in der Nase drückt und dieAtmung behindert. Popel sind eben eine Eigenheit von Trockennasenprimaten. Neben dem Menschenhaben Affen und Koboldmakis mit ihnen zu kämpfen. Sie gehören ebenfalls zu denTrockennasenprimaten. Alle anderen Lebewesen kennen keine Popel. Auch nicht der Hund.Warum sich in der Nase des beliebtesten Haustieres kein Schleim verfestigt, kann uns Astrid Behr vomBundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. genauer erklären. Es hängt damit zusammen, dassHundenasen andere Aufgaben erfüllen als Menschennasen. Während unser Riechkolben ein wenig zum Riechen, vor allem aber für die Atmung da ist, "kommt beim Hund neben dem wesentlich deutlicherausgeprägten Riechvermögen die überlebenswichtige Funktion der Wärmeregulierung hinzu", wie Behrsagt. Wird der Hundekörper zu heiß, sodass er Wärme abgeben muss, werden bestimmte Teile der Nasestärker durchblutet; die Teile nämlich, die dem Blut Kühlung verschaffen. Das sind, wie uns die Expertinwissen lässt, die Nasenschleimhaut des Hundes und die venösen Schwellkörper in der Nasenscheidewand.Hundenasen sind feuchtAtmung, exzellenter Geruchssinn, Temperaturausgleich: Um das alles leisten zu können, ist die Naseeines Hundes anatomisch sehr viel komplexer aufgebaut als die des Menschen. "Sie besteht aus dreiNasenmuscheln mit 20- bis 50-mal so vielen Riechzellen wie beim Menschen, verfügt über weitaus mehrSchleimdrüsen und zwei voneinander getrennte Venensysteme", erläutert die Tierärztin. Die Hundenaseist dadurch nicht nur gut durchblutet, sondern – und das ist wichtig in Sachen Popel – auch sehr feucht."Schmutz und Schleim trocknen in der Hundenase nicht an, und somit entstehen auch keine Popel", sagtBehr. Auch die Luftströmung bei der Einatmung spielt hier eine Rolle. Auch sie gewährleistet, dass dieHundenase kühl, sauber und feucht bleibt. Hundehalter wissen das: Ist die Nase ihres Vierbeiners einmalwarm und trocken, stimmt etwas nicht mit dem Tier.Und wenn nun doch einmal kleine Schmutzteilchen die Nasenschleimhaut reizen? "Dann niest der Hund",sagt Behr. "Damit befördert er den Schmutz nach draußen. Und eine Portion Nasenschleim gleich mit."Das klappt auch beim Menschen – zumindest zum Teil. Der Rest verfestigt sich in der Nase und wird zumPopel. Wir sind eben Trockennasenprimaten.

Quelle: n-tv.de


Warum drehen sich Hunde?

Warum drehen sich Hunde um die eigene Achse, bevor sie sich hinlegen?


Dieser Hund in Indien scheint im Schlaf nicht schutzbedürftig zu sein. (Foto: ASSOCIATED PRESS)  

"Dafür gibt es mehrere Erklärungen", sagt Stefanie Weinrich, Geschäftsführerin der Hundewelten Deutschland und Problemhundetherapeutin aus Lahn. "Das Drehen ist eine so genannte Erbkoordination, die der Hund von seinem Vorfahren, dem Wolf, übernommen hat."

Sehr plausibel ist für Weinrich die Erklärung, dass durch das Drehen zu Urzeiten einerseits das Steppengras plattgetreten werden sollte, damit das Gras nicht stört und der Untergrund weicher gepolstert ist. Andererseits wurde der Liegeplatz mit den Pfoten nach Steinen oder ähnlichen störenden Gegenständen abgetastet. Dieses Verhalten haben einige Hunde bis heute beibehalten. Dennoch ist es nicht bei jedem Tier zu beobachten. Viele Vierbeiner legen sich ohne Drehbewegungen einfach ab, andere wiederum buddeln sogar Löcher in den Boden, bevor sie sich schlafen legen. "Es geht hier eher darum, etwas im Rücken zu haben, um Schutz zu finden vor Feinden", erklärt Weinrich weiter.

Die Hundehaufen in den Städten sind ärgerlich, besonders für Fußgänger. (Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb) 

Der Drehinstinkt des Hundes ist allerdings nicht nur vor dem Schlafen zu beobachten, sondern auch, bevor die Tiere ihr Geschäft verrichten. Auch hier geht es darum, störendes Gras niederzutreten und gleichzeitig die Stelle zu markieren. Die Markierung wird nicht nur durch den Kot an sich vorgenommen, sondern auch durch die Duftdrüsen an den Pfoten der Vierbeiner während der Drehungen. Das anschließende Scharren der Tiere dient nicht etwa dazu, den Kot zu bedecken, sondern die markierte Stelle noch weiter auszudehnen, indem die Duftstoffe aus den Analdrüsen mit den Pfoten verteilt werden.

Übrigens: Das Wedeln des Hundes mit dem Schwanz hat in keiner Weise etwas mit Freude zu tun, denn "Hunde können keine Freude empfinden", sagt Weinrich. Das Schwanzwedeln habe etwas damit zu tun, dass der Hund Stress empfindet und die aktuelle Situation für ihn Konflikte mitbringt. "Wir Menschen dürfen dieses Verhalten einfach nicht werten, sondern sollten es neutral betrachten", rät Weinrich weiter. Das Wedeln hat in jedem Fall etwas mit einem Informationsdefizit zu tun, das der Hund hat. Das, was wir als freudige Begrüßung interpretieren, ist lediglich der Ausdruck von Verunsicherung, gepaart mit dem Einholen von Informationen.

Quelle: n-tv.de